Endlich fange ich an, meinen Roman, an dem ich seit Jahren schreibe, zu veröffentlichen. Klar, er ist nicht fertig, aber immerhin:
an die Motivation und will sie zurück:
http://maggus-desire.de/index.php/naviblog/blogsmaggus/386-liebe-motivation
Die nachfolgende Geschichte soll euch zum einem einen Überblick über Wacken liefern und welche Vorbereitungen getroffen werden müssen. Doch warum Geschichte? Ist dies hier etwa keine Konzertkritik? Nur bedingt. Das einzige, was an dieser Geschichte wahr ist, sind die Erzählungen zu den Auftritten. Der Rest ist frei erfunden und soll bitte nicht für bare Münze genommen werden. Nun aber viel Spaß mit dieser Geschichte, welche in sieben Kapiteln erzählt wird.
Bisherige Kapitel:
Kapitel 1: http://www.maggus-desire.de/index.php/naviblogs/konzertkritiken/295-ein-leben-in-wacken-kapitel-1.html
Hier nun Kapitel 3 Teil 1: Eine Fahrt nach Hamburg
An einem sonnigen Mittwoch Morgen wachten Adam und Eva urplötzlich aus einem tiefen Traum auf. Es war verstörend. Adam träumte von nackten Brüsten und Steaks, wohingegen Eva davon träumte, wie sie in ihre kleine 4 Zimmer Wohnung am Besten ein drittes Badezimmer unterbringen konnte, da die zwei bisherigen mit Putzmitteln und Pflegelotions zugemüllt waren. Dennoch schrieen beide: "Hamburg!" DIes rief sofort ihre Holländischen Nachbarn auf den Plan. Heinz wollte sofort den Notarzt rufen, da Adam und Eva ein anderes Wort als "Wacken!" verwendet hatte und trank zur Beruhigung erst mal eine Kiste Brandwein, nur um später zum Frühstück noch einen Sixer Bier in einem Zug leer zu trinken. Schon bald klärte sich mit Hilfe eines Arbeitskreises bestehend aus Gerda, Eva, Adam, Gutay, Heinz sowie Leed-Consultant Heinrich, dass Adam und Eva einen Kurzurlaub in Hamburg starten wollten. So kam es, dass kurz durchgefegt wurde und alles für den Urlaub im fernen Hamburg vorbereitet wurde.
Die Verabschiedungszeremonie, dies ist in dem Dorf Wacken so üblich, besteht im allgemeinen daraus, dass ganze Graswiesen abgeerntet und konsumiert werden, damit man die Hektoliter an Alkohol nicht so merkt. Dazu findet traditionell eine Orgie statt. Hierbei fallen wildfremde Menschen übereinander her und lecken wie die Hunde beziehungsweise leiten alleine ein gesamtes Bläserensemble. Wer hierbei nicht mitmachen will, hat leider schon verloren und muss schleunigst die Flucht ergreifen. Auf ihrem Weg Richtung Ausfahrt des Campinggeländes überfuhr Adam noch einen Betrunkenen. Von den Seitenrändern des Weges kam dazu ein freundliches: "Tritt sich fest!"
Nach einer nervenaufreibenden Fahrt von mehreren Minuten waren sie auf der Autobahn gen Hamburg angekommen und Gerda machte ihr wohlverdientes Mittagsschläfchen, da die Nacht nach ihren Angaben sehr lang und dick war oder so ähnlich. Zudem müsste sie die stundenlange Trennung von Gustav erst einmal verkraften und selbst die von Eva angebotene Schokolade konnte hierfür keine Abhilfe schaffen. Vorbei an unzähligen Baustellen sowie an Leitplanken zerschellten Autos und Flugzeugen kamen die drei schon bald in Hamburg an und freuten sich, dass sie sofort ihr geliebtes Parkhaus vom letzten Urlaub wiedergefunden hatten. Dies war wichtig, da in der Nähe der erste Aufenthaltsort von Spaß sein sollte.
Das Miniatur Wunderland Hamburg.
Von diesem Ort der ewigen Jugend hatte Adam über den männlichsten Sender der Welt, DMAX, erfahren und war sofort begeistert. Er selbst wollte schon immer ein ähnliches Monumetalwerk aufbauen, scheiterte aber daran, dass ihm nur vier Quadratmeter Baufläche zur Verfügung standen, welche durch aufwändige Brückenkonstruktionen zwar auf sechs Quadratmeter erweitert werden konnten, jedoch auch ist auch dies für einen detailierten Nachbau des Hannoveranischen Bahnhofes zu wenig.
Adam hatte bereits im Vorfeld gehört, dass das Wunderland von einer Frau namens Alice besucht wurde und hatte entsprechend dem ihre Memoiren gelesen. Eva meinte zwar, dass hier ein Missverständnis vorliegt, aber ein Mann, so lehrt DMAX, hat immer Recht und die Frau hat zu nicken. Im Wunderland angekommen, wurden sie in einen kleinen Raum geführt und mussten dort bei sehr guter Belüftung warten. Worauf, wusste keiner, aber schon bald öffnete sich eine Tür und ein bekanntes Gesicht begrüßte die zwei und den Rest der wartenden Meute: "Hi, ich bin Pedro und sage euch allen nu, dass ihr zu doof wart, euch online eine Uhrzeit zu buchen. Deshalb müsst ihr nun entweder 80 Minuten, also ca drei Tage warten, oder ihr kauft ein sogenanntes Fastticket. Die frühesten Möglichkeiten hierfür sind 16:30 Uhr. Bis dann." Und so schnell wie Pedro aufgetaucht war, war er auch schon wieder weg. Aus der hintersten Reihe lallte ein Mann: "Komm alter Mann, die haben hier keinen Wiskey und Schaum verkaufen die hier auch nicht."
Also orderten Adam und Eva zwei Fasttickets und verließen das alte Gebäude, da sie Hunger hatten und ein wenig shoppen wollten. Eine nahe Imbissbude stillte ihren ersten Hunger und so konnten die zwei gut gestärkt die Innenstadt des Hafenviertels begutachten. Irgendwo hier sollte sich ein Karstadt, ein Saturn oder zumindest irgendetwas Kulturelles finden lassen. Der Kulturelle Teil war schnell abgehandelt, da sie an einem Hochhaus vorbeikamen, welches vollkommen leerstand. An einigen Fenster sah man dunkle, buckelige Gestalten, die noch schnell einen Schriftzug abrissen, der verdächtig nach "West-LB" aussah. Flink wie ein Japaner zückte Adam seine Kamera und fotographierte dieses Meisterwerk neuzeitlicher Baukunst. Dann endlich standen sie vor ihren Ziel ihrer Träume. Der Einkausmeile.
Diese ist wenig größer als die Einkausmeile in Darmstadt und so verging ziemlich fix die Wartezeit auf den Einlass in das Wunderland. So traten sie ein in diese fremde Welt voller.... Menschen. Sämtliche dort nachgebauten Ländereien waren von Menschenmassen gesäumt. Plötzlich wurden Adam und Eva rüde von der Seite angerempelt und erstickten beinahe in einer Wolke aus Schnapps. Adam konnte schon nichts mehr erkennen und das letzte, was er hörte, bevor er zu Boden ging, war: "Junge, hier gibt es echt keinen Wiskey. Das lohnt sich nicht."
Ende von Teil 1 von Kapitel 3