Geschrieben von Maggus Kategorie: Kinofilm-Kritiken
Veröffentlicht am 18. Juli 2011 Zugriffe: 204
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Nach zehn Jahren mit insgesamt acht Filmen ist Harry Potter im Kino nun also zu Ende. Es gab sehr gute Filme, wie zum Beispiel „Der Gefangene von Azkaban“, welcher zwar zum größten Teil von den Fans gemieden wurde, aber zumindest Filmtechnisch mit einer guten Umsetzung des Buches samt guten Schauspielern sowie einem dunkeln Grundton überzeugen konnte. Es gab sehr schlechte Filme, wie z.B. „der Halbblutprinz“, welcher zwar zu den Buchhighlights gehörte, aber als Film auf ganzer Linie versagte, da weder das Kernthema – die Suche nach den Horkruxen – noch der düstere Grundton des Buches getroffen wurde. Stattdessen fand man es wohl eine gute Idee, wenn man auf den Twilight-Zug aufspringt. Das Problem hierbei ist nur, dass ein Imitat eines erfolgreichen, aber richtig miesen Filmes niemals gut werden kann. So verkam der Film zur Schnulze und man hatte Angst, der letzte Film könnte genauso werden.

Dann erfuhr man, dass sie nun endlich auf die Idee kamen, das dicke, letzte Buch in zwei Filmen zu verarbeiten. Diese Idee hatte man, laut der Dokumentation der Ultimate Edition des fünften Filmes, wohl von Anfang an. Warum sie also  bisher niemals umgesetzt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Dies stimmte jedoch hoffnungsvoll und unsere Hoffnungen wurden mit einem guten, aber nicht überragenden siebten Film und damit Teil 1 des siebten Buches belohnt. Zwar hatte er große Längen, aber die hatten ersten die meisten Filme und die Bücher sowieso. Wer erinnert sich nicht mit Schrecken an Band eins, bei dem bis zum letzten Drittel rein gar nichts geschehen war. Doch kommen wir nun endlich zur eigentlichen Kritik des Filmes „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 2“.

  • Teil Acht der Kinoreihe und der zweite Teil der Verfilmung des siebten Buches
  • In den Hauptrollen wie immer: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson sowie diverse namhafte britische Schauspieler
  • Ralph Fiennes spielt Lord Voldemort
  • Imdb-Wertung (Stand 17.07.2011): 8,7

Als Abschluss der Filmreihe muss der Film einiges leisten. Auf Grund der in Film sieben übrig gelassenen Szenen muss er der Actionreichste werden. Zudem alle Fragen beantworten und er hat die schwere Bürde, dass für einen Kinderfilm zu viele Personen sterben müssen. Werden diese Punkte alle erfüllt? Zumindest teilweise. Natürlich ist er der actionreichste und mit Abstand brutalste Harry Potter überhaupt. Setzte schon der Vorgänger mit dem zersplitterten Ron (Rupert Grint) ein Zeichen in Sachen „wie viel Blut kann man in einem Film für Zwölfjährige zeigen", setzt der letzte Teil noch ein oben drauf. Selbst ein Biss eines Werwolfes wird schonungslos gezeigt und auch vor dem Tod durch qualvolle Verbrennung wird nicht Halt gemacht. Wie dieser Film eine ab zwölf Freigabe erhalten konnte, ist mir ein Rätsel. Man denke hierbei nur an Jet Lees „The One“: harmlos ohne Ende, aber eine ab 18 Freigabe erhalten.

Bleibt noch zu klären, ob alle Fragen beantworten werden. Ja und nein. Es hilft ungemein, die Bücher gelesen zu haben. Aber bis auf wenige Ausnahmen ist dies nur ein Bonus.

Schauspielerisch bleibt alles beim Alten. Daniel Radcliffe kann noch immer nicht schauspielern und den anderen beiden nimmt man zumindest ihre Rollen ab. Emma Watson wird immer hübscher und fährt in der einen Szene ein wundervolles Dekolleté auf. Gott sei Dank musste sie in dem Film noch Rollenbedingt lange Haare haben.

Bei den älteren Schauspielern ist weiterhin Klasse Trumpf. Alan Rickman (Severus Snape) und Maggie Smith (Professor McGonaghal) spielen ihre Rollen hervorragend und Ralph Fiennes wird auf ewig mit seiner Rolle als Voldemort verbunden sein.

Die Filmmusik ist gutes Mittelmaß. Nichts, was einem im Ohr bleibt. So wie die Titelmelodie „Hedwigs Song“ von John Williams seit dem ersten Film.

 

Fazit:

Der Abschluss einer Saga namens Harry Potter ist ein sehenswerter Film geworden. Selbst Nicht-Potter-Fans können wir einen Besuch empfehlen. Diese sollten jedoch einen Fan dabei haben, da sie sonst nichts verstehen werden. Doch dann bleibt immer noch die Action und die Gewalt samt einer ganz netten, zurückhaltend inszenierten Liebesgeschichte zwischen Ron und Hermine.

Achja. Das Ende – nicht das Finale - ist scheiße. Abe das war das Ende vom Buch auch schon. Es will einfach niemand wissen, was aus den Charakteren und deren klassischen Familienplanungen wird. Doch das ist Genörgel auf hohem Niveau.

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