Geschrieben von Maggus Kategorie: Maggus
Veröffentlicht am 06. Januar 2008 Zugriffe: 149
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Sylvester

 

Meine Güte war das eine geile Party. Wäre ich nicht so dermaßen beso... angeheitert gewesen, könnte man fast sagen, ich war nüchtern. Denn sehr zum Leidwesen aller anderen Anwesenden, kann ich mich noch an jedes gesagte Wort erinnern, was manch einer sicherlich nicht so gern hätte. Aber ich petze ja nicht. Noch nicht. Und auch dann nur, wenn ich mich bedroht fühle. Das ist ein simpler Schutzreflex. Ein Emo ritzt sich die Pulsadern auf, ein Alkoholiker versucht seinem Leiden auf flüssigem Wege ein Ende zu bereiten und ich fange halt an zu labern. Das kann ich so dermaßen gut, dass tatsächlich schon einmal Menschen deswegen gestorben sein sollen. Tragisch, aber leider notwendig. Üben muss schließlich jeder irgendwann einmal. Dies musste ich auch, als ich angefangen habe zu schreiben. Damals waren meine Texte noch so dermaßen scheiße, man könnte fast meinen, sie wären in Offenbach entstanden. Genauso wart es mit meinen ersten Comix gewesen. Ich glaube die Menschheit war damals noch nicht bereit für solch intellektuellen Shit. Oder ich könnte anfangen der Wahrheit ins Auge zu blicken und feststellen: Oh, die waren einfach nur beschissen! Was vermutlich auch das klügste wäre. Doch ich bin wie immer weit vom eigentlichen Thema abgewichen. Ich wollte doch über Sylvester schreiben. Da ich natürlich niemanden persönlich beleidige *hust*, werde ich Geschichten erzählen, die von anderen Personen oder Tieren handeln, manchmal ist dies auch ein und das Selbe, und mich so darüber lustig machen.

 

Das Essen

 

Ab und an verschlägt es mich in das Güldene M (der wahre Name des Etablissements bleibt unter Verschluss, da sonst der Tierschutzverein anfängt zu klagen oder ein besoffener Wirt mit Bierdeckeln nach mir zu werfen beginnt; folglich geht es hier auch nicht um die Schnell-Essen-Kette, sondern um ein richtiges Lokal), um ein wenig Geschmackvolles zu mir zu nehmen oder weil der nahe Pizzamann, an alle Info-LKler: der wohnt im Real-Life, mal wieder zu hat oder sich früh am Abend, so gegen 22:00 Uhr, zwecks Chack-Chack auszugehen. Dort trifft man zuweilen auf so dermaßen fette Menschen, dass man sich fragt: Wie sind die so fett geworden? Spätestens wenn sie die Bestellung aufgeben, weiß man es. Unter 8 Maximal-Gerichten samt Beilage und Weichgetränk, selbstredend wird der Gutschein für zwei Groß-Geschmacklich pro Menü zum Preis von einem eingesetzt, geht da mal gar nichts. So verwundert es einen auch nicht, wenn der ganze Schlick und Dreck wieder ausgekotzt wird. Und zwar, wie es sich für einen Deutschen gehört, denn Ordnung muss sein, in den nahen Blumenkübel. Wenn dünne Frauen allerdings sich das Essen nochmal durch den Kopf gehen lassen, kann das zweierlei Gründe haben. Grund 1: Essstörung (nicht gut). Grund 2: zu viel Alkohol (auch nicht gut, aber wenigstens für die Umwelt lustig und sorgt für anschließende Schlafgarantie um 02:00 Uhr). Doch egal wer kotzt, der Appetit vergeht einem dabei doch in beiden Fällen. Außer man ist Zuschauer des Musikantenstadels und versucht sich so viel Fett anzufressen, dass man locker den "Kriehsch" überlebt. Jaja, so sind sie, die alten Leutchen. Immer auf der Hut und am Ausschau halten, nach einer neuen schillernden Leitperson aus den Reihen unserer lieben braunen Freunde oder der bayrischen Regierung. Letzten Endes das Selbe, aber pst, nicht weitersagen.

 

Ganz viel BumBum

 

Wo wir gerade beim Thema Krieg sind. Ich, der immer noch hofft ausgemustert zu werden, nahm ein paar Böller mit, so knappe 100, dazu um die 7 Raketen. Also alles im normalen Bereich. Andere nahmen ihren Auftrag, nämlich als guter Deutscher unser Land gegen die einfallenden Horden feindlicher Braunbären zu verteidigen, ein wenig zu ernst. Da waren dann schon einmal an die 1000 Böller am Start. Das reicht fast für einen Kreuzzug gegen Dorndiel. Und was macht man mit soviel Sprengkraft? Genau! Einsetzen! Und zwar gegen wehrlose Ameisen und Glasflaschen. Der Marktplatz von Heubach muss ausgesehen haben wie der Kosovo oder ähnliche Krisengebiete. Manche, so beobachteten ein paar lustige Singvögel, nur ich konnte sie sehen, sollen sogar den Boden abgeleckt haben. Zwecks Abhärtung. Ok, Actimel funktioniert nicht, aber muss es gleich die harte Tour sein?

 

Das muss weg!

 

So oder so ähnlich muss unser Schlachtruf für den Abend gewesen sein. Denn der Alkohol floss, und zwar in Strömen. Auch hierzu habe ich eine kleine Anekdote. Sie handelt von einem jungen Menschen mit schwarzem Haar und Emo-Scheitel. Er trank so viel, dass er plötzlich vollkommen wirres Zeug laberte. Nicht so wirr wie bei mir, das ist angeboren, aber ähnlich bescheuert. Dieser Junge beobachtete eine junge hübsche Frau, die anfing zu tanzen. Und nicht mehr aufhörte. Was ein krankes Schwein dieser Junge doch war. Hätte er nicht wie die anderen so tun können, als würde er sich unterhalten? Für so etwas habe ich kein Verständnis.

 

Das Ende

 

Jede Party findet irgendwann einmal ein Ende, so auch diese. Während einige sich in ihre Schlafsäcke schmissen, wollten Andere lieber auf der Holzbierzeltgarnitur pennen. Warum? Hmm, bequem sind sie ja, aber eigentlich nur, wenn man sitzen will. Sitzen ist auch ein weiteres Stichwort. Laut Verlautbarung mussten auch dieses Jahr wieder liebe Bundesbürger wegen Randale einsitzen. Warum machen die das, fragen wir uns. Doch dies ist eine andere Geschichte, welche ich heute und auch in Zukunft sicher nicht lüften werde. Adios.

 

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