Es ist wieder einmal so weit:
Maggus-Desire.de erstrahlt in neuem Glanz. Mehr Funktionen, einfachere Bedienung und etwas mehr Übersichtlichkeit.
Vor allem aber SCHNELLERE LADEZEITEN.
Ich habe es endlich hinbekommen.
Doch noch ist nicht alles on, was die Tage noch kommen soll. Die Downloads fehlen noch. Der About Bereich wird aktualisiert und und und...
Lasst euch einfach überraschen, was da noch folgen möge.
Neue und alte Suchbegriffe sind soeben eingetroffen.
http://www.maggus-desire.de/index.php/naviblog/blogsearch/281-suchbegriffe-von-september-und-oktober
Lehrer beschweren sich oft über alles Mögliche. Hier nun ein paar Dinge, über die sie sich aufregen und ein paar Gründe, warum dies so ist.
Die Schüler werden immer dümmer:
Das stimmt nur bedingt. Ja, die allgemeine... hmm nennen wir sie Lernbereitschaft, sinkt. Aber wen wundert es? Obwohl mir Mathe immer leicht gefallen ist und ich deswegen nun auch versuche, dies Schülern beizubringen, finden die meisten Kinder Mathe schlicht scheiße. Während Didaktiker und Pädagogen sich fragen warum das so ist, kann ich hierfür einen relativ einfach Antwort bringen. Ja, man braucht in jedem Fall Kopfrechnen, Überschlagsrechnung und im Besten Falle ein Grundverständnis in Geometrie und der Prozentrechnung. Aber in schätzungsweise 90% aller Berufe brauche ich sicherlich nicht die Herleitung des Höhensatzes oder das Wissen der Integralrechnung. Warum ist es nicht einfach möglich, eben jene tiefer gehenden Betrachtungen der Welt ein wenig zu reduzieren und stattdessen etwas anzubieten, was tatsächlich im realen Leben benötigt wird? Ich meine, da es in der Realschule (daher lustigerweise auch der Name. Denn in der Hauptschule lernt man die Basics, in der Realschule fürs wahre Leben und das Gymnasium ist für die Weltfremden) klappt es doch auch im Großen und Ganzen.
Ähnlich verhält es sich doch in anderen Fächern. Nehmen wir Deutsch. Nach dem Abitur konnte ich zwar Goethe und Schiller analysieren, aber sinnvolle Texte habe ich erst zu Papier gebracht, als ich mit dem Schreiben von Geschichten angefangen habe. Während der gesamten Schulzeit wird nicht darauf geachtet, dass die Schüler schreiben lernen. Klar, sie bringen Buchstaben zu Papier und die meist fehlerfrei aneinander gereit. Aber davon abgesehen lernen sie nur, die Dichterfürsten zu verstehen. Oder zumindest sie so zu interpretieren, dass die Menscheit meint, man hätte sie verstanden. Vielleicht meinte Goethe mit des Pudels Kern etwas gänzlich anderes. Also liebe Kultusmisterkonferenz: Gestaltet den Lehrplan... oh pardon, die Bildungsstandards doch bitte so, dass die Schüler auch lernen wollen. Denn was bekommen die lernwilligen Kinder in Entwicklungsländern vorgesetzt? Genau: Lesen, Schreiben und Rechnen sowie Weltkenntnisse. Das jedoch tritt in Deutschland eher ein zweiter Stelle. Denn die Bücher die gelesen werden interessieren keine Sau (Beispiel: "Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl"), die Mathematik wird zum größten Teil niemals gebraucht und Geographie und Heimatkunde... hmm lassen wir das.
Die Schüler hocken nur noch vor dem PC oder der Konsole:
Da habe ich auch lange überlegt, warum das so ist. Doch urplötzlich kam mir die Eingebung. Und zwar in einem Spielwarengeschäft. Wenn man einmal vor Angeboten und kleineren Kartenspielen absieht, kostet jedes vernünftige Brettspiel locker einmal 30 Euro. Das ist erst einmal eine Stange Geld. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass man für Brettspiele mindestens einen Spielpartner braucht. Diese sind oft schwer zu beschaffen. Eltern müssen, im Regelfall zumindest, beide arbeiten oder es existiert schon einmal nur noch ein Elternteil, denn weniger Scheidungen wird es sicherlich nicht geben. Und auf die anderen möglichen Spielpartner gehe ich später ein. Viele Brettspiele haben ein kompliziertes Regelwerk und erfordern daher Einarbeitung oder zumindest die Fähigkeit des Lesens und Verstehens (siehe Punkt 1). Da ist es nur selbstverständlich, dass sich der kleine Tim vor die XBox setzt und anfängt Call of Duty zu zocken. Auf Grund des jährlichen Serienupdates gibt es ständig die alten Serienteile für oft weniger als 30 Euro. Sie bieten, abseits der dreistündigen Kampagne, sehr viele Stunden Multiplayerspaß. Man kann, wenn man denn welche besitzt und diese Zeit haben, mit seinen Freunden gemeinsam zocken oder einfach losballern und lernt so vielleicht neue Onlinebekanntschaften kennen.
Doch was ist mit anderen Beschäftigungen, rufen da die Älteren unter uns. Wir haben doch auch draußen gespielt. Fangen und so weiter. Tja, seien wir ehrlich. Wirklich zu den Coolen hat man damit nie gezählt und die Eltern haben sich doch eh nur über die dreckigen Klamotten geärgert. Und hat man was cooles gemacht, hatte dies manchmal einen Polizeieinsatz oder zumindest den Nachbahrschaftstratsch zur Folge.
Bleibt also noch der Sport. Und dieser wird ja bekanntermaßen von einem Großteil der Jugendlichen und der Kinder betrieben. Wenn ich so in die Klassen hineinhöre, dann sehe ich maximal zwei Schüler, die nicht in irgendeinem Sportverein sind. Und ein Schüler, der nach rund 40 Stunden Schule die Woche, rund 10 Stunden Sport und viel Zeit mit seiner Verwandschaft nicht ab und an mal ausspannen will, um einfach mal zu ballern, der macht mir ernsthaft Angst.
Die Schüler haben keine sozialen Kontakte mehr:
Tja, was soll man dazu sagen. Gewissermaßen haben die Lehrer ja Recht. Aber ist es denn so ein großer Unterschied zu früher, wenn ich als Schüler heute sage "Hey, seht her. Ich habe 500 Facebook-Freunde" und früher verkündete: "Meine Gang ist 300 Mann stark"? In beiden Fällen kenne ich sicherlich nicht jeden Einzelnen persönlich. Und wenn doch, sicherlich nicht gut. Früher wie heute hat man eine Hand voll echte Freunde. Diese wechseln bis zu einem bestimmten Alter recht oft und danach ist man zwar mit seinem Kumpel samt Kind und Kegel auf beiden Seiten alleine, aber reich an wahrer Freundschaft.
Das Problem an der Sache von heute ist doch nur, dass über Facebook viel mehr aus der Welt der Freunde an die Öffentlichkeit dringt. Da hat Facebook einen Bug oder der Account wurde gehackt (passiert ja in letzter Zeit leider immer häufiger) und schon ist man den Freund oder Freundin los, weil nun "Single" anstatt "vergeben" da steht. Und wenn früher eine Intelligenzbestie unbedingt auf dem Schulhof sagen musste, dass xy eine Schlampe ist, dann wusste das nicht zwangsweise gleich die ganze Welt und ein Matumbu aus Unganda konnte nicht auf "Like" klicken.
Trotzdem finde ich zumindest das Suchen nach dem perfekten Partner im Internet etwas seltsam. Klar, es funktioniert, wie ein Bekannter von mir eindrucksvoll beweisen hat (seit 4 Jahren mit der Freundin aus Norddeutschland) zusammen, aber zuweilen treibt das Internet da seltsame Blüten, wie ich heute auf Gamestar lesen musste.
Fazit:
Also liebe Lehrer und Mitmenschen. So viel hat sich nicht verändert. Nehmt einfach an, dass wir inzwischen nicht mehr im Mittelalter leben, sondern so langsam in der Industrialisierung angekommen sind. Oder so ähnlich.