Geschrieben von Maggus Kategorie: Maggus
Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 Zugriffe: 124
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Nein, ich rede hier jetzt nicht über die ganzen Geschichtsdeppen, die langsam in Vergessenheit geraten. Mir geht es hier um alte Idole aus unserer Kindheit. Seien es musikalische oder filmische Wesen, Gruppen oder Figuren. Besonders schlimm ist es immer wieder in der Musikszene. Wenn ich da zum Beispiel an die guten alten Alben von Rammstein denke und dann den Rotz von Geräuschansammlung, den sie mit "Liebe ist für alle da" herausgebracht haben, läuft es mir schaudernd den Rücken herunter. Aber auch Linkin Park, die mit ihrem ersten Album ein richtiges Brett hingelegt haben und mit der Remix-CD neue Impulse im Rockbereich gesetzt hatten, produzieren inzwischen nur noch langweiligen Mainstream. So sehr ich mich auf das baldige Konzert freue, so sehr weine ich der alten Größe hinterher. Aber vielleicht ist es das, was Größe ausmacht. Entweder man versucht wie Rammstein krampfhaft auf dem Index zu landen und so bekannt zu werden und produziert wie Linkin Park nur noch FFH taugliche Lieder und verleugnet sich damit eigentlich selbst.

Aber auch im Film ist es nicht besser. Nehmen wir Mel Gibson. Cooler Schauspieler, meistens gute Filme und was ist heute? Kaum gibt es einen Skandal um ihn, ist er untragbar und er bekommt keine Rollen mehr. Das hätte doch früher keine Sau interessiert. Da wären die Leute trotzdem ins Kino. Heute ist er ein Risiko und wird abgesägt. Und von David Hasselhof und seinen Eskapaden brauchen wir erst gar nicht anzufangen. Und dass Mission Impossibel nach dem 4. Teil ohne Tom Cruise sein soll, will auch einfach nicht in meinen Schädel. Nur weil er Fernwaltung des eigenen Geldes, seltsame Weltherrschaftsphantasien und so einen Müll toll findet, wird er von den Menschen gehasst? Ok, er war nie ein guter Schauspieler, aber er war Ethan Hunt und das macht eine Menge aus. Zu guter Letzt sei noch TKKG angemerkt. Waren dies früher nette, wenn auch nicht sonderlich spannend geschriebene Krimis für Kinder und Jugendliche in denen Gerechtigkeit groß geschrieben wurde, ist nun Gewalt als Prävention, ganz im Sinne der USA, an der Tagesordnung. Auch werden ständig bösartige Klischees verwendet. Das ist zwar prinzipiell in Ordnung, aber doch nicht, wenn die Bücher auch von Kindern gelesen werden, die noch nicht wissen, dass dies nur ein Klischee ist. Kurz: Es ist zum Heulen.

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